Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Biofleisch und „normalem“ Fleisch?

Die meisten unter uns wissen nicht, wie groß der Unterschied zwischen Bio-Schweinefleisch und Schwein aus konventioneller Landwirtschaft wirklich ist. Die meisten ernährungsbewußten Kunden verlassen sich auf die diversen Bio- oder Qualitätsgütesiegel, doch immer mehr Konsumenten wollen heute auch wissen, was oder wer hinter den Produkten wirklich steckt. Wir wollen Ihnen hier einige Unterschiede von Bioschweinezucht und konventioneller Schweinezucht näher bringen.

Wer darf Bioschweinefleisch verkaufen?

Um sich – wie in unseren Fall – Biohof nennen zu dürfen, muss man nicht nur die EU-weiten Bioverordnung, sondern auch die strengen Richtlinien der BIO Austria und/oder der Agrar Markt Austria  (AMA) einhalten, sondern auch das Tierschutzgesetz. Wir sind noch dazu stolz drauf auch Mitgleider der Arche Austria zu sein, die sich der Erhaltung seltener Nutztierrassen – darunter fällt auch das Mangaliza-Schwein – verschrieben hat.

Warum kostet Bioschweinefleisch mehr als Schweinefleisch aus konventioneller Haltung?

Wer sich der Biolandwirtschaft verschrieben hat, hat auf jeden Fall höhere Kosten für Stallungen, Futter, Freilandhaltung und eventuellem Transport.
Darüber hinaus werden den Schweinen keine wachstumsfördernden Hormone verabreicht, das heißt sie brauchen viele Monate länger, um die Schlachtreife zu erreichen. Somit erhöhen sich auch die Haltungskosten.
Ein weiterer Punkt ist die hochqualitative Fütterung der Tiere. Vorzugsweise kommen hier Produkte aus dem eigenen kontrolliert biologischen Anbau zum Einsatz, die gentechnisch unverändert sind und bei denen keine synthetischen Düngemittel oder Pestizide verwendet wurden.
Eine artgerechte Haltung – viel Bewegung auf einer großen Weide, hochwertiges Futter und das fach- und rassespezifische Fachwissen des Schweinehalters – beugt vielen Krankkheiten vor. Sollten die Tiere doch einmal krank werden, werden sie vorzugsweise mit pflanzlichen oder homöopathischen Arzneimitteln behandelt.
Antiobiotika werden nur im absoluten Notfall verabreicht, und auch dann nur unter ganzbestimmten Voraussetzungen und maximal dreimal pro Schweineleben. Ist das aus irgenwelchen Gründen nicht möglich, wird das Fleisch nicht mehr als Biofleisch deklariert.

Ist Biofleisch wirklich besser und gesünder und warum?

Es gibt eine Vielzahl von Argumenten, warum Biofleisch gesünder ist als herkömmliches Schweinefleisch. Mensch, Tier und Umwelt profitieren davon.
Der Mensch, weil er mit der erstklassigen Qualität von Bioschweinefleisch keinen Belastungen von Antibiotika und Stresshormonen ausgesetzt ist. Weil es im 50% mehr ungesättigte Omega-3-Fettsäuren enthält, die nachweislich das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen senken und entzündungs- und schmerzhemmend wirken.
Die Tiere, weil sie ein erträgliches, stressfreies und vor allem artgerechtes Leben führen können.
Und nicht zuletzt die Umwelt, die durch den Anbau von biologisch kontrolliertem Futter weniger Bodenbelastung erfährt.

Bioschweinefleisch weist auch einen höheren Anteil an Mineralien und Antioxidantien auf, die unserem Körper nachweislich positiv beeinflussen. Bioschweinefleisch hat einen wesentlich höheren Fettanteil, der sich im besseren  Geschmack niederschlägt, da Fett ja ein Geschmacksträger und -verbesserer ist. Bioschweinefleisch ist in der moderen Küche von Spitzenköchen nicht mehr wegzudenken.

Österreich hat den höchsten Anteil von Biobauern in Europa. Engagierte Bäuerinnen und Bauern haben sich ökologischen, ethischen, sozialen und tierschutzrechtlichen Auflagen verschrieben. Und diese aufopfernde Arbeit kostet mehr – und ist daher auch mehr wert!

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